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Dreisatzrechner: Verhältnis eingeben, Ergebnis und Rechenweg sofort sehen

Mit diesem Dreisatzrechner berechnen Sie aus drei bekannten Werten den vierten, gesuchten Wert, und zwar für beide Arten von Verhältnissen: proportional (direkt) und antiproportional (umgekehrt). Geben Sie das bekannte Verhältnis ein (zum Beispiel: 500 Gramm kosten 3,85 Euro), tragen Sie den dritten Wert ein (zum Beispiel: 200 Gramm), und der Rechner zeigt sofort das Ergebnis sowie den kompletten Rechenweg: die Rückrechnung auf 1 und die verwendete Formel. Alle Berechnungen laufen direkt im Browser, es werden keine Eingaben an einen Server übertragen oder gespeichert.

Art der Berechnung Proportional (direkt)

Proportional: „je mehr, desto mehr“ (z. B. mehr Ware kostet mehr).

Bekanntes Verhältnis
Zu berechnendes Verhältnis
Bekanntes Verhältnis
Rückrechnung auf 1
Formel
Ergebnis Alle drei Werte eingeben, um zu rechnen.
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So funktioniert die Dreisatzrechnung

Der Dreisatz ist eine der ältesten und praktischsten Rechenmethoden im Alltag. Er überträgt ein bekanntes Verhältnis zweier Größen auf eine dritte, neue Größe, ohne dass man dafür eine komplizierte Formel auswendig kennen muss. Der Name kommt daher, dass die Rechnung klassischerweise in drei Schritten abläuft: Zuerst notiert man das bekannte Verhältnis, dann rechnet man es auf die Einheit 1 herunter, und schließlich rechnet man von 1 auf den gesuchten Wert hoch.

Ein Beispiel macht das greifbar: 500 Gramm Pilze kosten 3,85 Euro. Wie viel kosten dann 200 Gramm? Im ersten Schritt hält man fest, dass 500 Gramm 3,85 Euro entsprechen. Im zweiten Schritt teilt man beide Seiten durch 500, um herauszufinden, was 1 Gramm kostet: 3,85 geteilt durch 500 ergibt 0,0077 Euro pro Gramm. Im dritten Schritt multipliziert man diesen Wert mit 200, dem gesuchten Gewicht, und erhält 1,54 Euro. Genau diese drei Schritte zeigt Ihnen der Rechner oben automatisch an, inklusive der verwendeten Formel, sodass Sie nicht nur das Ergebnis sehen, sondern auch nachvollziehen können, wie es zustande gekommen ist.

Rechenbeispiel: Proportionaler Dreisatz (mehr kostet mehr)

Proportional bedeutet, dass beide Größen in die gleiche Richtung wachsen: Wird die eine Größe größer, wird auch die andere größer, im gleichen Verhältnis. Ein typisches Beispiel aus dem Alltag ist der Kraftstoffverbrauch. Ein Auto verbraucht auf 100 Kilometern 5,5 Liter Kraftstoff. Wie viel Kraftstoff braucht es für eine Strecke von 650 Kilometern?

Bekanntes Verhältnis: 100 Kilometer entsprechen 5,5 Litern. Rückrechnung auf 1: 1 Kilometer entspricht 0,055 Litern (5,5 geteilt durch 100). Hochrechnung auf den gesuchten Wert: 650 Kilometer entsprechen 650 mal 0,055, also 35,75 Litern. Je mehr Kilometer gefahren werden, desto mehr Kraftstoff wird verbraucht, deshalb handelt es sich um einen proportionalen Dreisatz. Tragen Sie a=100, b=5,5 und c=650 in den Rechner oben ein, um dieses Beispiel selbst nachzuvollziehen.

Rechenbeispiel: Antiproportionaler Dreisatz (mehr braucht weniger)

Antiproportional, auch umgekehrt proportional genannt, bedeutet das Gegenteil: Wird die eine Größe größer, wird die andere kleiner. Ein klassisches Schulbeispiel: 4 Arbeiter benötigen 6 Tage, um eine Mauer zu bauen. Wie lange brauchen 3 Arbeiter für dieselbe Mauer, wenn alle gleich schnell arbeiten?

Bekanntes Verhältnis: 4 Arbeiter entsprechen 6 Tagen. Bei einem antiproportionalen Verhältnis wird beim Rückrechnen auf 1 nicht geteilt, sondern multipliziert: 1 Arbeiter würde 4 mal 6, also 24 Tage brauchen, denn ein einzelner Arbeiter braucht logischerweise viel länger als vier gemeinsam. Hochrechnung auf den gesuchten Wert: 3 Arbeiter brauchen 24 geteilt durch 3, also 8 Tage. Weniger Arbeiter bedeutet mehr Zeit, deshalb ist dies ein antiproportionaler Zusammenhang. Wählen Sie oben im Rechner einfach den Modus "Antiproportional", um genau diese Art von Aufgabe zu lösen.

Proportional oder antiproportional? So erkennen Sie den Unterschied

Die häufigste Fehlerquelle beim Dreisatz ist nicht die Rechnung selbst, sondern die falsche Wahl zwischen proportional und antiproportional. Eine einfache Eselsbrücke hilft dabei: Stellen Sie sich vor, der erste Wert wird verdoppelt. Wird der zweite Wert dadurch auch größer, ist es proportional. Wird der zweite Wert dadurch kleiner, ist es antiproportional. Diese kurze Gedankenprobe reicht meist aus, um vor der eigentlichen Rechnung den richtigen Modus zu bestimmen.

Zusammenhang zwischen Dreisatz und Prozentrechnung

Prozentrechnung ist im Grunde nichts anderes als ein Sonderfall des proportionalen Dreisatzes, bei dem einer der beiden bekannten Werte immer 100 ist. Wer den Dreisatz einmal verstanden hat, muss sich also keine separaten Prozentformeln mehr merken: Grundwert entspricht 100 Prozent, gesuchter Wert entspricht gesuchtem Prozentsatz, fertig ist die Aufgabe. Das gilt in beide Richtungen: Sowohl die Frage "Wie viel sind 25 Prozent von 80 Euro?" als auch die Frage "Wie viel Prozent sind 20 Euro von 80 Euro?" lassen sich mit demselben Dreisatz-Schema lösen, nur mit vertauschten bekannten und gesuchten Werten.

Dreisatz-Formel im Überblick

Wenn a und b das bekannte Verhältnis bilden und c der dritte bekannte Wert ist, gilt für den gesuchten Wert x folgende Formel, je nachdem, welche Art von Verhältnis vorliegt.

Art der BerechnungFormelMerkregel
Proportional (direkt)x = (c · b) / aJe mehr, desto mehr
Antiproportional (umgekehrt)x = (a · b) / cJe mehr, desto weniger

Der Unterschied zwischen beiden Formeln liegt allein darin, ob c im Zähler oder im Nenner steht. Diese Formel wird bei jeder Berechnung mit unserem Rechner automatisch mit Ihren eigenen Zahlen neu angezeigt, sodass Sie nachvollziehen können, wie das Ergebnis zustande kommt, statt nur eine nackte Zahl präsentiert zu bekommen.

Ein drittes Rechenbeispiel: Währungsumrechnung

Der Dreisatz eignet sich auch hervorragend für Umrechnungen zwischen Einheiten oder Währungen. Angenommen, 1 US-Dollar entspricht aktuell 0,92 Euro. Wie viel Euro erhält man für 150 US-Dollar?

Bekanntes Verhältnis: 1 US-Dollar entspricht 0,92 Euro. Da hier bereits nach 1 gerechnet ist, entfällt der Zwischenschritt praktisch von selbst: Man multipliziert direkt 150 mal 0,92 und erhält 138 Euro. Dieses Beispiel zeigt, dass der Dreisatz auch bei einfachen Umrechnungsfaktoren funktioniert und nicht nur bei Aufgaben mit krummen Ausgangszahlen wie im ersten Beispiel oben auf dieser Seite.

Dreisatz in Textaufgaben erkennen

Viele Menschen tun sich schwerer mit dem Erkennen einer Dreisatzaufgabe als mit der eigentlichen Rechnung. In einer Textaufgabe stecken meist drei Zahlen und eine Frage nach einer vierten. Lesen Sie den Text zunächst einmal ganz durch, ohne zu rechnen, und markieren Sie dann die drei genannten Werte. Zwei davon gehören zusammen und bilden das bekannte Verhältnis, der dritte Wert steht für sich allein und gehört zur gesuchten Größe.

Ein Beispiel: "Eine Familie mit 5 Personen verbraucht in einer Woche 3,5 Kilogramm Brot. Wie viel Brot verbraucht eine Familie mit 7 Personen in derselben Zeit?" Die beiden zusammengehörenden Werte sind 5 Personen und 3,5 Kilogramm, das ist das bekannte Verhältnis. Der dritte Wert ist 7 Personen, gesucht ist die zugehörige Brotmenge. Da mehr Personen logischerweise mehr Brot verbrauchen, handelt es sich um einen proportionalen Dreisatz mit dem Ergebnis 4,9 Kilogramm.

Wofür wird der Dreisatz im Alltag gebraucht?

Auch wenn der Dreisatz vor allem aus dem Mathematikunterricht bekannt ist, begegnet er einem im Alltag ständig, meist ohne dass man ihn überhaupt als solchen erkennt. Wer im Supermarkt zwei unterschiedlich große Packungen desselben Produkts vergleicht, rechnet in Gedanken bereits einen Dreisatz, um herauszufinden, welche Packung pro Kilogramm günstiger ist. Auch beim Anpassen von Rezepten, beim Umrechnen von Reisezeiten oder beim Kalkulieren von Materialbedarf auf der Baustelle kommt dasselbe Prinzip zum Einsatz, nur mit anderen Zahlen.

Warum die Rückrechnung auf 1 der Kern des Verfahrens ist

Der eigentliche Trick des Dreisatzes liegt in der Rückrechnung auf 1, auch Einheitsrechnung genannt: Sobald man weiß, was genau eine einzelne Einheit wert ist, egal ob ein Gramm, ein Kilometer oder ein Arbeiter, lässt sich daraus jeder beliebige andere Wert durch einfache Multiplikation berechnen. Das macht den Dreisatz so vielseitig: Man muss sich keine spezielle Formel für jede einzelne Situation merken, sondern nur das eine Prinzip verstehen und dann auf beliebige Zahlen anwenden. Genau deshalb zeigt dieser Rechner die Rückrechnung auf 1 als eigenen, sichtbaren Schritt an, nicht nur das Endergebnis. Wer diesen Zwischenschritt einmal verinnerlicht hat, kann viele Dreisatzaufgaben auch ganz ohne Taschenrechner im Kopf lösen.

Häufige Fehler beim Dreisatz und wie man sie vermeidet

Der mit Abstand häufigste Fehler ist die Verwechslung von proportional und antiproportional, beschrieben weiter oben auf dieser Seite. Ein zweiter häufiger Fehler ist das Vertauschen von Zähler und Nenner beim Bruchrechnen, besonders wenn mit Dezimalzahlen statt mit ganzen Zahlen gerechnet wird. Ein dritter, oft übersehener Fehler ist das Mischen von Einheiten: Wenn eine Größe in Minuten und die andere in Stunden angegeben ist, muss zuerst umgerechnet werden, bevor der Dreisatz überhaupt angewendet werden kann. Rechnen Sie im Zweifel den Zwischenschritt (Rückrechnung auf 1) immer bewusst mit, statt direkt zur fertigen Formel zu springen: So fällt ein Fehler meist schon vor dem Endergebnis auf, weil der Wert für 1 Einheit sich unplausibel anfühlt.

Ein vierter Fehler betrifft die Rundung: Wer bei der Rückrechnung auf 1 zu früh rundet, verschiebt kleine Ungenauigkeiten in das Endergebnis. Runden Sie deshalb erst beim letzten Schritt, nicht schon beim Zwischenwert, wie es der Rechner oben ebenfalls automatisch handhabt.

Grenzen des Dreisatzes

Der Dreisatz funktioniert zuverlässig, solange ein Verhältnis tatsächlich streng proportional oder streng antiproportional ist. Bei vielen Alltagsfragen ist das der Fall, aber nicht immer. Zinseszins zum Beispiel wächst nicht linear, sondern exponentiell, weshalb ein einfacher Dreisatz hier zu falschen Ergebnissen führen würde. Auch bei Mengenrabatten, gestaffelten Steuersätzen oder Naturphänomenen wie Bevölkerungswachstum ist der Zusammenhang meist komplexer als ein einfaches Verhältnis. Prüfen Sie im Zweifel, ob eine Verdopplung der einen Größe wirklich exakt eine Verdopplung oder Halbierung der anderen Größe zur Folge hat, bevor Sie den Dreisatz auf eine konkrete Aufgabe anwenden.

Ein einfacher Praxistest hilft: Verdreifachen Sie gedanklich den einen Wert. Verdreifacht oder drittelt sich der andere Wert exakt, ist der Dreisatz das richtige Werkzeug. Weicht das Ergebnis davon ab, braucht die Aufgabe eine andere Rechenmethode.

Mehr zum Dreisatz

Eine ausführliche Herleitung der Dreisatz-Formel mit fünf weiteren durchgerechneten Beispielen finden Sie auf unserer Seite Dreisatz-Formel erklärt. Angaben zum Anbieter dieser Seite finden Sie im Impressum, Informationen zur Datenverarbeitung in der Datenschutzerklärung.

Häufig gestellte Fragen

Wie rechne ich einen Dreisatz?
Notieren Sie zuerst das bekannte Verhältnis (Wert a entspricht Wert b). Rechnen Sie dieses Verhältnis dann auf die Einheit 1 herunter: bei proportionalen Aufgaben durch Teilen (b geteilt durch a), bei antiproportionalen Aufgaben durch Multiplizieren (a mal b). Multiplizieren beziehungsweise dividieren Sie den so erhaltenen Einheitswert anschließend mit dem dritten bekannten Wert, um den gesuchten Wert x zu erhalten. Der Rechner oben führt genau diese Schritte für Sie aus und zeigt jeden einzeln an, inklusive der verwendeten Formel.
Wie berechnet man Prozent mit dem Dreisatz?
Prozentaufgaben sind ein proportionaler Dreisatz mit dem Grundwert als Bezugsgröße: Der Grundwert entspricht 100 Prozent, der gesuchte Prozentwert entspricht dem gesuchten Anteil. Beispiel: Wenn 80 Euro 100 Prozent des Grundwerts entsprechen, wie viel Euro sind dann 25 Prozent davon? Rückrechnung auf 1 Prozent ergibt 0,8 Euro, hochgerechnet auf 25 Prozent ergibt das 20 Euro. Tragen Sie im Rechner oben einfach a=100, b=80 und c=25 ein, um dieses Beispiel nachzurechnen.
Wie lautet die Dreisatz-Formel?
Bei einem proportionalen Verhältnis lautet die Formel x = (c mal b) geteilt durch a. Bei einem antiproportionalen Verhältnis lautet sie x = (a mal b) geteilt durch c. Dabei sind a und b das bekannte Verhältnis, c ist der dritte bekannte Wert und x ist der gesuchte, vierte Wert. Der Rechner oben zeigt die jeweils passende Formel automatisch mit Ihren eigenen Zahlen an, direkt unterhalb Ihrer Eingabe.
Was ist der Dreisatz-Trick?
Der eigentliche Trick ist die Rückrechnung auf 1, auch Einheitsrechnung genannt: Sobald man weiß, wie viel eine einzelne Einheit wert ist, lässt sich jeder beliebige andere Wert durch einfaches Multiplizieren berechnen, ohne dass man sich für jede Aufgabe eine eigene Formel merken muss. Dieser Zwischenschritt ist der Grund, warum der Dreisatz auch ohne Taschenrechner im Kopf funktioniert und in praktisch jeder Alltagssituation anwendbar ist.
Was ist der Unterschied zwischen proportionalem und antiproportionalem Dreisatz?
Beim proportionalen, direkten Dreisatz wachsen beide Größen gemeinsam: Je mehr von der einen Größe, desto mehr von der anderen, zum Beispiel Einkaufsmenge und Preis. Beim antiproportionalen, umgekehrten Dreisatz verhält es sich gegenläufig: Je mehr von der einen Größe, desto weniger von der anderen, zum Beispiel Anzahl der Arbeiter und benötigte Zeit für dieselbe Aufgabe. Wählen Sie im Rechner oben einfach den passenden Modus über die beiden Schaltflächen aus.
Kann der Dreisatzrechner auch mit Dezimalzahlen und Kommawerten rechnen?
Ja. Geben Sie Dezimalwerte mit einem Komma ein, zum Beispiel 3,85 statt 3.85, wie in der deutschen Schreibweise üblich. Der Rechner erkennt Kommawerte korrekt und rechnet mit bis zu vier Nachkommastellen genau, sodass auch Aufgaben mit krummen Ausgangszahlen wie im Pilze-Beispiel oben präzise gelöst werden.
Ist der Dreisatzrechner kostenlos und werden meine Eingaben gespeichert?
Ja, der Rechner ist vollständig kostenlos nutzbar und erfordert keine Anmeldung. Alle Berechnungen laufen direkt im Browser auf Ihrem Gerät. Ihre zuletzt eingegebenen Werte werden ausschließlich lokal in Ihrem Browser gespeichert (localStorage), damit sie beim nächsten Besuch wieder vorausgefüllt sind. Sie werden nicht an einen Server übertragen oder von uns eingesehen. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Wird der Dreisatz auch in der Schule so erklärt wie hier?
Ja, die Methode auf dieser Seite folgt dem klassischen Schulschema aus dem Mathematikunterricht der Sekundarstufe: bekanntes Verhältnis notieren, auf 1 zurückrechnen, auf den gesuchten Wert hochrechnen. Der einzige Unterschied ist, dass der Rechner diese drei Schritte automatisch für Sie durchführt und dabei jeden Zwischenschritt sichtbar macht, sodass Sie das Verfahren gleichzeitig nachvollziehen und für die nächste Aufgabe ohne Rechner üben können.

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